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5. Juli 2007
East Meets West II – Eine Uhr erzählt eine Geschichte


Ohne Schnörkel aber mit roten Akzenten - elegant-sportliches Herrenmodell, entworfen von Christian Mikkelsen. Foto: Comtech Watches Ltd.

"Deine Uhr sagt etwas darüber aus, wer Du bist", beschreibt Christian Mikkelsen sein Verhältnis zu Zeitmessern. Foto: Comtech Watches Ltd.

Feminin und leicht: Damenmodell aus der Kollektion "Obaku Harmony". Foto: Comtech Watches Ltd.

Lau Liengård Ruges Ziel als Designer: "Produkte zu schaffen, die den Menschen so viel wert sind, dass sie sie behalten möchten." Foto: Comtech Watches Ltd.

Alles auf einer Linie: Das Herrenmodell, entworfen von Lau Liengård Ruge, kommt ganz ohne Rundungen aus. Foto: Comtech Watches Ltd.

Dänemark und Hongkong, Zen-Philosophie und dänisches Design – dazwischen scheinen nicht nur geographisch Welten zu liegen. Der Uhrenproduzent Comtech Watches Co Ltd. mit Hauptsitz in Hongkong und einigen Mitarbeitern in China und Dänemark beweist das Gegenteil. Unter dem Markennamen „Obaku Harmony“ ist eine Kollektion entstanden, die es schafft, Werte aus beiden Kulturen auf einen Punkt zu bringen und in lässig-eleganten, hochwertigen Uhrenmodellen zu vereinen.

 

Zwei Kulturen – ein Unternehmen

Seit 25 Jahren besteht die Verbindung zwischen Dänemark und Hongkong. Von 1973 bis 1976 hatte der Däne Johannes Arvin als Abteilungsleiter einer großen Kaufhauskette die ersten Digitaluhren aus Asien nach Dänemark eingeführt. Zusammen mit seinem Bruder Bo importierte er ab 1976 Uhren aus China, Taiwan und Korea und gründete 1980 sein erstes Unternehmen in Hongkong: Creon Enterprises. Zwei Jahre später stieß die Hongkongerin Catherine Chan dazu. Sie und Johannes Arvin starteten 1993 als Partner die Comtech Watches Ltd zusammen mit den ehemaligen Creon-Mitarbeitern in Dänemark und Hongkong. Diese Vernetzung von zwei so unterschiedlichen Kulturen wird im Unternehmen als besonders wichtig eingeschätzt. Hanne Mia Korfitsen, Sales and Marketing Coordinator bei Comtech Watches: „Wir finden, dass die 25-jährige Zusammenarbeit zwischen Catherine Chan in Hongkong und Johannes Arvin in Dänemark schon immer ein Riesenvorteil für uns gewesen ist. Nach so vielen Jahren lernt man die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe samt ihrer Stärken und Schwächen eingehend kennen. Es ist uns gelungen, sowohl in China und Hongkong als auch in Dänemark gutes Führungspersonal und fähige Mitarbeiter zu finden, die die Stärken beider Kulturen im Laufe der Jahre ausbauen konnten.“

 

Megatrend Minimalismus

Diese Besonderheit wollte das Unternehmen gerne in ein eigenes Label einfließen lassen. „Es war lange ein Wunsch von Comtech, eines Tages eine eigene Marke zu lancieren, die auf den Werten der Firma aufbaut, nämlich der skandinavischen minimalistischen Designtradition kombiniert mit unseren asiatischen Wurzeln, schließlich liegt der Hauptsitz der Firma in Hongkong und die Produktion in China“, so Hanne Mia Korfitsen. Im vergangenen Jahr wurde dieser Wunsch Wirklichkeit, weil das Unternehmen freie Ressourcen hatte, um ihren besten Designern Lau Liengård Ruge und Christian Mikkelsen diese Aufgabe zu übertragen. Zugleich soll die neue Marke einen Megatrend aufgreifen, den man bei Comtech Watches durch Analysen ermittelt haben will: Die Rückkehr zum minimalistischen, klaren Design.

 

In Nordeuropa hat Funktionalität und die Einfachheit von Entwürfen eine lange Tradition. Der Funktionalismus sorgte hier bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für Furore und beeinflusste mehrere Generationen von Architekten und Designern, darunter große Namen wie der Schwede Bruno Mathsson und der Däne Arne Jacobsen. Ihr Design mit den klaren Linien, der einfachen und oft organischen Formensprache sowie einer immer gut durchdachten Funktionalität eroberte nicht nur skandinavische Wohnzimmer.

 

Die ästhetische Forderung von Einfachheit wollte Comtech Watches mit seinen asiatischen Wurzeln verknüpfen: „Eine Uhr erzählt eine Geschichte“, beschreibt Designer Christian Mikkelsen die Idee. „Die Verbindung von asiatischen und nordeuropäischen Einflüssen reflektiert das Bedürfnis des Westens nach Sinn in einer hektischen Welt – mit Hilfe alter asiatischer Philosophien. Wir leben in einer intensiven Zeit, in der wir immer unser Bestes geben müssen und die Zeit arbeitet für und gegen uns. Deshalb suchen wir nach Ruhe und Freiheit für unsere Sinne“, heißt es auf der Homepage des Labels.

 

Reinheit – Klarheit – Vertiefung

Christian Mikkelsen und Lau Liengård Ruge suchten in Asien nach Synergien, die sich mit der Idee eines minimalistischen Designs verbinden ließen und stießen auf die japanische Zen-Philosophie. Da Zen unglaublich populär ist und bereits von vielen Unternehmen für ihre Produkte benutzt wird, sahen sie sich nach etwas Neuem um. Sie fanden einen Zweig der Zen-Philosophie, die „Schule des Obaku“, die für Ruhe und das Freisein von allem Überflüssigen, Reinheit und Klarheit, die Suche nach Wahrheit und einer tieferen Bedeutung steht. Vor 450 Jahren wurde diese Lehre von drei Mönchen am Berg Obaku in der chinesischen Provinz Fujian begründet. Sie wollten das Beste der Philosophien Rinzau und Soto vereinen.

 

Comtech Watches ließ den Namen „Obaku Harmony“ für sich registrieren und die Designer Ruge und Mikkelsen entwarfen eine erste Kollektion mit etwa 100 unterschiedlichen Modellen. Ästhetisch dominieren klare Linien, alles Überflüssige wurde vermieden, das Beste aus den Materialien herausgeholt und mit einem feinen Gespür für Details bewusste Akzente gesetzt. Die Kollektion enthält Herren- und Damenmodelle mit Titanglas und Armbändern aus Leder oder Metall, die Metallgehäuse sind meist überzogen mit einem Titanmantel, der vor Kratzern schützen soll. Die Uhrwerke kommen aus Japan.

 

Zur Baselworld 2007, der weltgrößten Uhrenmesse in der Schweiz, nahm das Unternehmen an dem vom Hong Kong Trade Development Council (HKTDC) organisierten Gemeinschaftsstand teil. Hier wurde die neue Kollektion erstmals einem ausgewählten Kundenkreis präsentiert. Jetzt trifft man Absprachen mit Distributoren. Die Uhren werden bereits unter anderem in Dänemark, Frankreich, Italien, Portugal und den USA vertrieben, weitere Länder in Europa sowie Kanada sollen folgen. Es ist geplant, zwei Mal im Jahr neue Modelle herauszubringen, die im April auf der Baselworld und im September auf der Hong Kong Watch & Clock Fair in Hongkong präsentiert werden.

 

Bevor Comtech Watches Ltd. seine eigene Marke lancierte, stellte das Unternehmen als Original Equipment Manufacturer (OEM) selbst fertige Produkte und Komponenten her und produzierte für Private Label-Kunden. Außerdem ist es Lizenznehmer verschiedener Markennamen. Der Umsatz lag 2005 bei 28,6 Mio. EUR.

 

Weitere Informationen unter www.obaku.com und www.brand-watches.com

 

 

 

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